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Der Leuchtturm von Swinemünde – der höchste an der Ostsee: Besichtigung und Anfahrt

· 3 Min. Lesezeit

Der Leuchtturm von Swinemünde ist der höchste an der gesamten Ostseeküste, 308 Stufen führen auf seine Galerie. Wir zeigen, wie Sie vom Seebadviertel dorthin kommen und was Sie vor Ort erwartet.

Der höchste Leuchtturm an der Ostsee

Der Leuchtturm von Swinemünde ist knapp 65 Meter hoch – meist werden 64,8 m genannt, manche Quellen sprechen je nach Messweise von rund 68 m. Welche Zahl man auch nimmt: Er ist der höchste Leuchtturm an der Ostseeküste. Das Guinness-Buch der Rekorde führt ihn außerdem als höchsten aus Ziegeln gebauten Leuchtturm der Welt.

Sein Licht ist 25 Seemeilen weit zu sehen, also über 46 Kilometer. Der Turm ist weiterhin in Betrieb: Er weist Schiffen den Weg in den Hafen, den Fähren und Frachter anlaufen.

Der Leuchtturm vom Hafen aus gesehen
Der Leuchtturm vom Hafen aus gesehen Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Ein wenig Geschichte

Der Turm wurde in den Jahren 1854–1857 gebaut, das Feuer zum ersten Mal am 1. Dezember 1857 entzündet. Ursprünglich war der gesamte Leuchtturm achteckig. Bei der großen Sanierung 1902–1903 erhielt der Turm seine heutige runde Form.

1945 wurde der Leuchtturm beschädigt, die Schäden waren bis 1959 behoben. Eine weitere große Sanierung folgte 1998–2000; seit August 2000 ist der Turm für Besucher geöffnet.

So kommen Sie zum Leuchtturm

Das ist der wichtigste praktische Hinweis: Der Leuchtturm steht nicht im Seebadviertel. Er befindet sich auf der anderen Seite der Swine, auf der Insel Wollin, im Stadtteil Warszów. Vom Strand und von der Mole an der Mühlenbake ist er gut zu sehen, doch um hinzukommen, müssen Sie ans andere Ufer.

  • Zu Fuß und mit dem Rad – über die Swine setzen Sie mit der Stadtfähre über, die zwischen Zentrum und Warszów pendelt. Von der Anlegestelle sind es noch einige Kilometer bis zum Leuchtturm, das Fahrrad ist deshalb am bequemsten. Zu Fuß wird daraus eine längere Wanderung.
  • Mit dem Auto – seit dem 30. Juni 2023 verbindet der Swinetunnel die Inseln Usedom und Wollin. Der Tunnel ist dem Fahrzeugverkehr vorbehalten; Fußgänger und Radfahrer nehmen die Fähre.

Den Fährplan sollten Sie vor dem Aufbruch prüfen. Für den ganzen Ausflug mit Anfahrt, Aufstieg und einem kurzen Rundgang in der Umgebung planen Sie am besten einen halben Tag ein.

Besichtigung: 308 Stufen

Zur Aussichtsgalerie führen 308 Stufen. Einen Aufzug gibt es nicht. Die Treppe ist gewendelt – eine gewisse Grundkondition ist also nötig. Eilen müssen Sie nicht, unterwegs können Sie stehen bleiben und verschnaufen. Aufstieg, ein Moment auf der Galerie und Abstieg dauern zusammen meist etwa eine halbe Stunde.

Ein paar Hinweise vor dem Aufstieg:

  • Tragen Sie geschlossene, feste Schuhe. Badelatschen sind auf einer Wendeltreppe keine gute Idee.
  • Auf der Galerie weht es deutlich stärker als unten. Eine Jacke ist auch an warmen Tagen sinnvoll; Mütze und Handy halten Sie gut fest.
  • Für Menschen mit Höhenangst, Platzangst oder Herz- und Knieproblemen kann der Aufstieg beschwerlich sein.
  • Kleine Kinder müssen die Treppe selbst schaffen oder getragen werden – der Kinderwagen bleibt unten.

Die Öffnungszeiten hängen von der Jahreszeit ab, bei schlechtem Wetter kann die Galerie geschlossen sein. Aktuelle Angaben prüfen Sie am besten vor der Abfahrt.

Was man von oben sieht

Von der Galerie reicht der Blick in alle Richtungen: die Swinemündung mit Hafen und Molen, der breite Strand zu beiden Seiten des Flusses, die Stadt auf Usedom und bei guter Sicht auch die deutsche Küste der Insel. Von hier oben erkennt man gut, wie sehr Swinemünde eine Stadt am und auf dem Wasser ist.

Der Eingang zum Leuchtturm
Der Eingang zum Leuchtturm Foto: Rzuwig, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Was es in der Nähe noch zu sehen gibt

Gleich neben dem Leuchtturm liegt das Gerhardfort – das älteste Fort der ehemaligen Festung Swinemünde, in dem heute ein Museum untergebracht ist. In der Nähe beginnt auch die Ostmole, gebaut in den Jahren 1818–1823. Sie ist rund 1400 Meter lang, und man kann auf ihr weit aufs Meer hinausgehen. Von ihrem Ende sehen Sie die Mühlenbake auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt. Alle drei Ziele zusammen ergeben einen guten Plan für einen Tag ohne Strand.

Nach einem solchen Ausflug kehrt man gern an einen ruhigen Ort nahe am Meer zurück. Wir laden Sie in unsere Apartments an der Promenade ein, wenige Gehminuten vom Strand – schreiben Sie uns oder rufen Sie an und fragen Sie nach freien Terminen. Weitere Ideen für Ihren Aufenthalt finden Sie auf unserer Seite über Swinemünde.

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