
Außerhalb der Saison ist Swinemünde ruhiger – und zu tun gibt es trotzdem genug. Wir haben Ideen für einen Aufenthalt zwischen Oktober und März zusammengestellt.
Warum sich die Nebensaison lohnt
Im Sommer dreht sich in Swinemünde alles um den Strand. Im Herbst und Winter bleibt der Strand, nur die Menschenmengen verschwinden. Auf der Promenade kann man sich unterhalten, ohne die Stimme zu heben, im Café bekommt man sofort einen Tisch, und den breiten Sandstreifen hat man fast für sich allein. Es ist die Zeit für alle, die wegen der Spaziergänge, der Luft und der Erholung ans Meer fahren – nicht wegen der Bräune.
Swinemünde ist ein Kurort, Kurgäste kommen das ganze Jahr über. Die Stadt fällt nach den Ferien deshalb nicht in den Winterschlaf wie kleinere Orte an der Ostsee. Ein Teil der saisonalen Lokale und Attraktionen macht allerdings Pause oder verkürzt die Öffnungszeiten – informieren Sie sich am besten jeweils aktuell.

Spaziergänge: Strand, Mole, Promenade
Der einfachste Plan für einen Herbst- oder Wintertag ist ein langer Spaziergang. Drei bewährte Richtungen stehen zur Wahl:
- Am Strand nach Osten – zur Westmole und zur Mühlenbake, der weißen Windmühle und dem Wahrzeichen der Stadt. Bei starkem Wind schlagen die Wellen über die Mole; dann schauen Sie besser vom Ufer aus zu.
- Am Strand oder über die Promenade nach Westen – zur Grenze und weiter nach Ahlbeck. Die grenzüberschreitende Promenade ist ganzjährig begehbar; einen Ausweis sollten Sie dabeihaben.
- Durch den Kurpark – wenn es am Strand zu stark weht. Die alten Bäume halten den Wind gut ab, und im Herbst ist der Park am farbenprächtigsten.
Nach Stürmen lässt sich am Ufer Bernstein finden. Am besten sucht man morgens im Spülsaum zwischen dem angeschwemmten Seetang. Auch der Sturm selbst ist ein Erlebnis: Aus sicherer Entfernung betrachtet beeindruckt er mehr als das ruhige Sommermeer.
Bei Regen und Wind: Forts und Museen
Swinemünde war eine Festung, geblieben sind Forts aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Seite des Seebadviertels, auf der Insel Usedom, liegen das Westfort und die Engelsburg (Fort Anioła); auf der Insel Wollin, neben dem Leuchtturm, das Gerhardfort. Die Besichtigung findet zu einem großen Teil in Innenräumen statt, das Wetter spielt also eine geringere Rolle.
Im Stadtzentrum, im ehemaligen Rathaus, befindet sich das Museum für Hochseefischerei. Es erzählt von der Geschichte der Stadt, vom Fischfang und von der Natur der Ostsee – auch mit Kindern eine gute Adresse. Einen Blick über die Stadt bietet die Aussichtsplattform im Turm der Christkönigskirche.
Die Öffnungszeiten der Forts, des Museums und des Turms sind außerhalb der Saison oft kürzer als im Sommer. Prüfen Sie sie am besten vor dem Besuch.
Leuchtturm, Hafen und ein Ausflug nach Deutschland
An einem klaren Tag ist der Leuchtturm ein gutes Ziel – der höchste an der Ostsee. Er steht auf der anderen Seite der Swine, Sie müssen also mit der Fähre übersetzen oder mit dem Auto durch den Tunnel fahren. In der klaren Winterluft ist die Sicht von der Galerie oft besser als im Sommer.
Auch der Hafen ist zu jeder Jahreszeit interessant. Vom Kai im Zentrum und von der Mole aus sehen Sie Fähren und Frachtschiffe, und die Überfahrt mit der Stadtfähre über die Swine ist die kürzeste Hafenrundfahrt, die es gibt.
Wenn Ihnen der Spaziergang nach Ahlbeck nicht reicht: Weiter in den deutschen Teil Usedoms – nach Heringsdorf und darüber hinaus – bringt Sie die Bahn, die in Swinemünde abfährt. Den Fahrplan prüfen Sie am besten vorab.

Erholung nach Kurort-Art
Swinemünde hat den Status eines Kurorts; die Anwendungen beruhen hier unter anderem auf heimischem Moor und Sole. In der Nebensaison verbinden viele Gäste ihren Aufenthalt mit Schwimmbad, Sauna oder Anwendungen in einer der Einrichtungen im Seebadviertel. Angebot und Bedingungen erfragen Sie am besten direkt vor Ort.
Auch ohne Anwendungen wirkt schon die Luft. In den kühlen Monaten, wenn die See aufgewühlt ist, liegt am Ufer besonders viel Meeresaerosol in der Luft – ein Spaziergang direkt am Wasser lohnt sich dann am meisten.
So bereiten Sie sich vor
- Kleidung – winddichte Jacke, Mütze und Handschuhe. Am Strand weht es deutlich stärker als zwischen den Häusern.
- Schuhe – wasserdicht und mit guter Sohle. Nasser Sand und die Steine der Mole sind rutschig.
- Tagesplan – im Winter wird es früh dunkel. Legen Sie Spaziergänge in die Tagesmitte und heben Sie sich Museen und Cafés für den Nachmittag auf.
Gerade außerhalb der Saison schätzt man eine Unterkunft, von der es nur wenige Gehminuten zum Strand sind – so nutzen Sie auch die kurze Pause zwischen zwei Regenschauern. Wir laden Sie in unsere Apartments an der Promenade ein. Fragen Sie Ihren Termin an – wir antworten direkt, ohne Vermittler.