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Die Mühlenbake – Wahrzeichen von Swinemünde: Geschichte, Weg und beste Besuchszeit

· 4 Min. Lesezeit

Die weiße Windmühle am Ende der Mole ziert das Stadtlogo von Swinemünde und fast jede Postkarte. Wir erklären, was die Mühlenbake wirklich ist, wie Sie hinkommen und wann sich der Spaziergang am meisten lohnt.

Eine Windmühle, die nie Korn gemahlen hat

Die Mühlenbake (polnisch Stawa Młyny) sieht aus wie eine kleine Windmühle, eine Mühle war sie aber nie. Sie ist ein Seezeichen – eine Bake –, das Schiffen die Einfahrt in den Hafen von Swinemünde anzeigt. Sie steht ganz am Ende der Westmole, dort, wo die Swine in die Ostsee mündet. Sie ist 10 Meter hoch, hat einen weißen Rumpf und ein schwarzes Dach.

Wichtig zu wissen: Sie ist nicht bloß ein Andenken an alte Zeiten. Die Bake ist bis heute ein aktives Seezeichen und leuchtet nachts für Schiffe, die sich dem Hafen nähern.

Die Mühlenbake am Ende der Westmole
Die Mühlenbake am Ende der Westmole Foto: Radomianin, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Kurze Geschichte

Gebaut wurde die Bake in den Jahren 1873–1874, als das Fahrwasser zum Hafen modernisiert wurde. Sie gehörte zum damaligen Leitsystem für die Schifffahrt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Turm erhöht und erhielt Flügel aus Stahl sowie eine Beleuchtung – dank dieser Silhouette ist das Zeichen von Weitem zu erkennen.

Mit der Zeit wurde aus dem Zweckbau das Aushängeschild der Stadt. Die Silhouette der Bake ist Teil des offiziellen Stadtlogos.

So kommen Sie zur Mühlenbake

Die Bake steht auf derselben Seite der Swine wie das Seebadviertel, auf der Insel Usedom – eine Fähre brauchen Sie also nicht. Es gibt zwei einfache Wege:

  • Am Strand entlang – gehen Sie an den Strand und dann am Wasser nach rechts (mit Blick aufs Meer), also nach Osten. Die Windmühle ist von Weitem zu sehen, verlaufen kann man sich nicht. Auf dem festen Sand am Wasser geht es sich am bequemsten.
  • Über Promenade und Fußwege – folgen Sie der Promenade nach Osten in Richtung Swinemündung und dann den Wegen durch den Grüngürtel bis zum Fuß der Mole. Das ist die bessere Variante bei starkem Wind und mit Kinderwagen.

Vom mittleren Teil der Promenade dauert ein gemütlicher Fußmarsch pro Strecke etwa 30–40 Minuten. Für den ganzen Ausflug mit Fotopause sollten Sie anderthalb bis zwei Stunden einplanen. In die Nähe der Mole gelangen Sie auch mit dem Fahrrad.

Das letzte Stück: die Mole

Zur Bake selbst geht man über die steinerne Mole. Sie ist ein Wasserbauwerk, keine Flaniermeile: Der Belag ist uneben, an den Seiten liegen Steinblöcke, und nach Regen oder bei Wellengang wird der Stein rutschig. Schuhe mit guter Sohle sind sinnvoll. Kleine Kinder gehören an die Hand, und mit dem Kinderwagen bleiben Sie besser am Strand – die Windmühle ist auch von dort gut zu sehen.

Bei starkem Wind schlagen die Wellen über die Mole. Dann ist das Betreten schlicht gefährlich, und Sie sollten es beim Blick vom Ufer belassen. Ein Sturm ist auch vom Strand aus beeindruckend.

Nehmen Sie etwas zu trinken und eine wärmere Schicht mit. Auf der Mole selbst gibt es keinerlei Infrastruktur, und über dem offenen Wasser ist es oft spürbar kühler als auf der Promenade – die nächsten Cafés finden Sie erst wieder im Seebadviertel.

Wann sich der Besuch am meisten lohnt

  • Früh am Morgen – die wenigsten Besucher, weiches Licht, Ruhe. Ideal für alle, die ein Foto ohne Menschenmenge möchten.
  • Vor Sonnenuntergang – die beliebteste Zeit. Im Sommer wird es voll, dafür ist das Licht am schönsten. Für den Rückweg in der Dämmerung hilft die Taschenlampe im Handy.
  • Außerhalb der Saison – im Herbst und Winter ist es hier oft fast menschenleer. Ziehen Sie sich nur wärmer an, denn auf der Mole gibt es keinerlei Windschutz.
Spaziergang über die Mole zur Bake
Spaziergang über die Mole zur Bake Foto: Freddy2001, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Was man von der Mole aus sieht

Die Mole ist ein guter Platz, um den Hafenverkehr zu beobachten. Direkt nebenan ziehen Frachtschiffe und Fähren vorbei, die in Swinemünde ein- oder auslaufen. Auf der anderen Seite der Mündung, auf der Insel Wollin, sehen Sie die Ostmole und den Leuchtturm – den höchsten an der Ostsee. In der Gegenrichtung erstreckt sich der breite Strand bis zu den deutschen Seebädern.

Der Spaziergang zur Bake lässt sich gut mit einer Pause am Strand oder einem Kaffee an der Promenade auf dem Rückweg verbinden.

Von unseren Apartments an der Promenade erreichen Sie die Mühlenbake zu Fuß – ohne Auto und ohne Fähre. Wir laden Sie herzlich ein: Sehen Sie sich unsere Apartments an. Weitere lohnende Ziele finden Sie auf unserer Seite über Swinemünde.

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